Montag, 25. Mai 2009

Vorfreude auf die Pentax K-7

Inzwischen ist die Vorstellung der Pentax K-7 amtlich und in mehreren Punkten ist die Vorfreude auf das neue Flaggschiff groß:

Das Gehäuse setzt einen wohltuenden Kontrast zum ewigen "professionelle Kameras müssen groß und schwer sein" Mantra anderer Hersteller. Die Pentax K-7 findet zu den Tugenden der kompakten leichten (D)SLRs zurück und bietet außerdem ein massives Metallgehäuse. Wer öfter und länger mit professionellen Kameras gearbeitet hat der schätzt die Stabilität sehr - die Kompaktheit aber noch mehr. Was bei anderen Hersteller ein "entweder-oder" ist, ist bei Pentax anscheinend ein "sowohl-als-auch".

Das AF- und Belichtungssystem wurde gründlich überholt. Hier hat Pentax anscheinend sehr viel Boden gutgemacht - wie sich das neue System in der Praxis schlägt, wird Gegenstand von harten Praxiseinsätzen sein. Diese beiden Punkte wurden auch bei der K10D und K20D oft kritisiert - auch hier hat Pentax wohl sehr genau auf den Kunden gehört.

Die Usability der Kamera muss sich im Alltag beweisen. Der Wegfall von diversen Einstellmöglichkeiten (der nur selten absichtlich betätigte Schalter des SR-Systems, aber auch der oft genutzte Bracketing-Modus) und die neuen Bedienelemente müssen sich im Praxisalltag beweisen. Auch die vielen neuen Funktionen (elektronische Wasserwaage, HDR-Aufnahmen, Videofunktionalität, etc) müssen zeigen, was sie können und wie gut sie nutzbar sind.

Besonders freue ich mich auf die anscheinend neu konzipierte Verschlusseinheit und das deutlich angenehmere Spiegel- und Verschlussgeräusch.

Montag, 18. Mai 2009

Pentax K-7 mit FA77 präsentiert

Früher war die Welt des Privatfotografen einfach: Es gab Kleinbildfilm, Pocketfilm und noch ein paar Exotenformate sowie Profiformate wie Mittelformat und Großformat. Das Kleinbildsystem wurde immer besser und näherte sich stark dem Optimum an - die S-Kurve wurde immer flacher und es gab für den Kunden kaum noch revolutionäre Neuheiten die zum Kauf einer neuen Kamera motiviert hätten.
Also erdachte die Kameraindustrie das Format APS und versuchte damit, den Mangel an durchschlagenden Innovationen dadurch auszugleichen, dass ein technisch weit unterlegenes System künstlich gepusht wurde, ja das Kleinbildsystem sogar gezielt beschränkt wurde um APS wenigstens ein bisschen anzukurbeln.
Das Experiment ist (zum Glück) gescheitert und APS ist eingestellt. Man hatte mit der gerade explosionsartig wachsenden Digitalfotografie ohnehin genug zu tun.

Einige Zeit war die Welt der Formfaktoren in der DSLR-Fotografie genauso einfach: Es gab mit Canon einen Hersteller der sowohl Cropsensoren als auch Kleinbildsensoren verbaut hat, alle anderen DSLR Hersteller beschränkten sich auf das Cropformat und entwickelten deshalb auch nur noch Objektive für das Cropformat, die also Kleinbildformat garnicht komplett ausleuchten und deshalb an Analogkameras nicht nutzbar waren.
Die Welt war klar aufgeteilt, bis Nikon mit der D3 auch eine Kleinbild-DSLR vorgestellt hat. Hatte nicht Nikon immer betont, bei Cropformat zu bleiben? Egal, die Kamera schlug ein und die D700 ebenfalls. Wenig später zog Sony nach und stellte mit der A900 auch eine Kleinbild-DSLR vor. Also blieb von den etablierten DSLR-Herstellern mit Analog-Historie nur Pentax als reine Verfechter der Cropsensoren. Es wurden nur noch DA-Objektive vorgestellt, die (von Ausnahmen die auf analogen FA-Konstruktionen basierten) auch nur das Cropformat ausgeleuchtet haben. Ja man hat sogar die Linie der FA Limiteds offiziell eingestellt und die Unterstützung des Blendenrings bis auf weiteres ausgeschlossen.

Und jetzt? Die K-7 wird auf Flyern dargestellt - mit einem FA77 Limted! Also einem offiziell eingestellten Objektiv, einer Altlast aus den Zeiten als man sich noch nicht zur reinen DA-Lehre bekannt hat, einem längst von modernen neuen Objektiven ersetzten Stück aus Opas Dachboden.
Warum das so gemacht wurde, das wird uns als Fotografen wohl (falls überhaupt) erst am 21. Mai verständlich gemacht. So lange darf man sich einfach darüber freuen, dass die geniale FA-Limited Reihe immer noch Glanzstücke des Objektivbaus sind, die nicht so einfach ersetzt werden können.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Reiseroute rund um den Lake Erie, Juni 2009

Vom 12. - 20. Juni 2009 werde ich rund um den Lake Erie reisen und (den Sehenswürdigkeiten angemessen) viel fotografieren.


Größere Kartenansicht

Die Route startet und endet in Chicago. Nachdem am Wochenende 12. - 14. Juni auf dem Chicago Blues Festival hauptsächlich Musikevents auf dem Programm stehen, geht es am 15. los Richtung Detroit, dann weiter nach Toronto wo ein ganzer Tag für Sightseeing eingeplant ist. Ich freue mich schon auf die (hoffentlich gute!) Aussicht vom CN Tower!
Das nächste Highlight sind die Niagarafälle, wo ich auch die Abend- und Nachtstimmung genießen werde.
Abschließend geht es zurück nach Chicago und zurück nach Deutschland.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Impressionen vom 1. Oktober 2007

Vom Horseshoe Bend durch das Golden Gate

Am Horseshoe Bend hatte die Stunde des Weitwinkels geschlagen - hier konnte das Sigma 10-20 die ganze Brennweite ausspielen. Leider hatten wir sehr trübes Wetter, sodass die Farben weniger leuchend waren als man es vom Sandstein kennt.
Wer den Horseshoe Bend kennt, der weiß, wie man auf den Klippen balancieren muss, um sinnvoll fotografieren zu können. Hierbei war der Slingshot Rucksack einmal mehr eine hervorragende Hilfe: Ohne das Equipment anzulegen, konnte ich bequem Objektive wechseln, ohne einen Verlust zu riskieren. Schließlich haben Objektive die unschöne Eigenschaft, immer genau dorthin zu rollen wo sie am schnellsten kaputtgehen können :-)



Immer wieder ein Genuss: Das Pentax DA* 16-50, mit dem ca. 60-70% aller Aufnahmen entstanden sind. In 16mm Stellung schon ein Garant für extreme Perspektiven, nahe am Ultraweitwinkel.

Auch der lange Anschlag wurde oft genutzt, beispielsweise bei einem der vielen "Fotos auf die Schnelle" bei denen ohne aus dem Auto auszusteigen schnell aus dem Fenster fotografiert wurde und keine Zeit für Objektivwechsel blieb.

Während ich auf der letzten großen Reise noch mit einem einzigen sog. "Superzoom" unterwegs war, wurde die Arbeit diesmal aus die beiden damals gerade neu erhältlichen DA* Zooms aufgeteilt. Nicht nur die Lichtstärke und die Abdichtung, auch das Handling hat sich hierbei als absolut wüstentauglich erwiesen. Während im Auto die Streulichtblende weder nötig noch angenehm war (weil sperrig) war sie immer umgekehrt auf das Objektiv aufgesetzt. Das mag selbstverständlich klingen, ist es aber nicht: Bei der testweisen Nutzung von Objektiven mit dem Zoomring vorne am Objektiv war mir das nicht möglich, da ich entweder die Streulichtblende umgekehrt aufstecken konnte oder problemlos zoomen konnte. Mit dem Zoomring direkt am Bajonett war das kein Problem.


Dank Stabilisator trotz 1/30sec aus dem fahrenden Auto knackscharf: Abendstimmung aus dem Auto gesehen.